![]()
AV "Frühauf"
|
Kleines Fischlexikon |
|
Aal Hecht Zander Barsch Kaulbarsch Äsche Bachforelle Regenbogenforelle Saibling Aland Barbe Blei Döbel Giebel Güster Gründling Hasel Karausche Karpfen Graskarpfen Marmorkarpfen Silberkarpfen Plötze Rotfeder Rapfen Schleie Quappe Wels
Hecht (Esox lucius)
Der Hecht mit seinem langgestreckten, walzenförmigen und seitlich mäßig abgeflachten Körper hat ein langen Kopf mit einem entenschnabelförmigen, oberständigen Maul. Rücken- und Afterflosse sind weit nach hinten verlagert und bilden einen kräftigen "Antrieb", der blitzartige Beschleunigungen und Wendemanöver ermöglicht. Die Färbung variiert je nach Lebensraum, ist aber meist grün-bräunlich und wird zum Bauch hin immer heller. Die Fang- und Hechelzähne sind nach hinten gebogen. Längen bis 150cm sind möglich, werden aber nur von Rognern erreicht. Milchner erreichen etwa 90cm. Der Hecht ist ein Standfisch, der sich in der Ufernähe der Fließgewässer, Seen und größeren Teiche aufhält. Dort bevorzugt er Schilfränder und andere Deckungsmöglichkeiten. Aber auch im Freiwasser größerer Seen sind Hechte anzutreffen ("Freiwasserhechte"), die dort Fischschwärmen folgen. Auch im Brackwasser fühlt sich der Hecht wohl - bekannt sind die "Boddenhechte" des Greifswalder Boddens. Der Hecht ernährt sich von Fischen - von Fischen aller Art, die eigene Art eingeschlossen (Kannibalismus). Er gilt als sehr aggressiver Raubfisch. Aber auch Frösche, Wasserfögel und kleine Säuger (z.B. Mäuse) stehen auf seinem Speiseplan.Youtube-Video
Aal (Europäischer Aal - Anguilla anguilla)
Der bei uns beheimatete Aal ist eine Art der Flußaale und kommt in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika vor. Der Körper ist langgestreckt, schlangenförmig, drehrund. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen Flossensaum. Die sehr kleinen Rundschuppen sind in eine dicke Haut eingebettet. Das Maul ist leicht oberständig. Die Färbung des Aals variiert je nach Gewässerverhältnissen und Bodenbeschaffenheit sehr. Interessant ist der Lebenszyklus der Aale. Die Aale schlüpfen in der Sargassosee (Atlantik, in der Nähe der Bahamas). Die Aallarven werden wegen ihrer Form Weidenblattlarven genannt (zweites Bild). Diese Larven brauchen etwa 3 Jahre, um von der Sargassosee an die europäischen Küsten zu gelangen. Dort wandeln sie sich zu den ca. 7cm langen Glasaalen. In zum Teil großen Schwärmen schwimmen diese im Frühjahr flußaufwärts ins Binnenland. Jetzt heißen sie Steigaale und werden wegen ihrer gelblichen Bauchfärbung auch Gelbaale genannt. Im Süßwasser wachsen sie dann in den nächsten 6 bis 15 Jahren zu ihrer vollen Größe heran. Schließlich wandern die Aale dann im September/Oktober aus den Gewässern des Landesinnern zu ihrem Geburtsort zurück: in die Sargassosee. Dabei werden Strecken von über 5000km ohne Nahrungsausnahme zurückgelegt. Während ihres Wege zum Meer verändern sich die Tiere abermals: Die Farbe wechselt von grün-braun zu silbrig-grau, die Augen vergrößern sich - der Aal wird zum Blankaal. In den etwa 4 Wochen, die dieser Umwandlungsprozeß benötigt, wird die Nahrungsausnahme eingeschränkt und schließlich ganz eingestellt. Der Verdauungstrakt bildet sich komplett zurück. Dafür entwickeln sich die Geschlechtsorgane, die später die gesamte Leibeshöhle einnehmen. Die Energie für diesen Umbau und für die Reise zum Laichort stammt ausschließlich aus den Fettreserven, die sich die Aale im Laufe der Jahre angefressen haben. Nach dem Ablaichen sterben die Tiere. Somit ist der Aal ein katadromer Wanderfisch, d.h. er wandert zum Laichen ins Meer (im Gegensatz zu anadromen Wanderfischen, die im Süßwasser laichen aber sonst im Meer leben - z.B. die Lachse). Aale sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie ernähren sich hauptsächlich von Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven usw., aber auch von Fischlaich und Fischen. Der Europäische Aal kommt in zwei Ernährungsvarianten vor: 1. der Spitzkopfaal mit schmalem Kopf und spitz zulaufender Schnauze, der sich vorwiegend von Krebsen etc. ernährt. 2. der Breitkopfaal - breiter Kopf und breite Schnauze - ein Fischjäger. Wie sich der Aal ausbildet, hängt vom Nahrungsangebot im Heimatgewässer ab. Beide Formen existieren aber in demselben Gewässer nebeneinander. Youtube-Video
Zander (Schill, Hechtbarsch - Sander lucioperca)
Der Zander ist der größte im Süßwasser lebende Barschartige Europas. Er hat einen langgestreckten, spindelförmigen Körper. Die Rückenflosse ist wie bei fast allen Barschartigen in einen vorderen Teil mit Stachelstrahlen und einen abgesetzten hinteren Teil mit Gliederstrahlen unterteilt. Der Kopf ist spitz, das Maul tief gespalten. Darin stehen lange, spitze Fangzähne und kleine Bürstenzähne. Der Körper trägt kleine Schuppen. Der Rücken ist grünlichgrau, gegen den Bauch hin silberweiß, oben streifig, braun gewölkt, auch dunkel gebändert, am Kopf brau marmoriert und auf den Flossen schwärzlich gefleckt. Der Zander ist ein Raubfisch und lebt in langsam fließenden Gewässern, in Seen und Haffen. Ursprünglich ist er im Elbe-, Donau- und Odergebiet beheimatet. Durch Besatz ist er inzwischen auch im Rhein-, Mosel- und Wesergebiet anzutreffen. Er lebt vorzugsweise in tieferen Gewässern und wächst sehr schnell. Die durchschnittliche Länge beträgt 40-50cm, selten wird er 1,3m lang und bis zu 19kg schwer. Der Zander erreicht ein Alter von bis zu 20 Jahren. Der Zander laicht in der Zeit von April bis Juni bei 12°C-15°C Wassertemperatur in 1 bis 3m Wassertiefe am Ufer, wo er flache Laichgruben baut. Die Milchner bleiben am Nest und schützen das Gelege vor Verschlammung und Laichräubern. Die Brut ernährt sich anfangs von Zooplankton, greift aber bereits nach wenigen Monaten die Brut anderer Fischarten an. Weil der Zander in den vom Menschen gestalteten mitteleuropäischen Flußsystemen (mit Schleußen und Wehren) gut ablaichen kann, nimmt seine Bedeutung als Raubfisch gegenüber dem Hecht zu, der meist keine geeigneten Laichplätze mehr findet (Überschwemmungsbereiche, Unterwasserpflanzen, Schilfbereiche). Vorteile hat er hier auch wegen seiner sehr guten Sehfähigkeit in trüben Gewässern und bei Dunkelheit. Der Zander ist ein wertvoller Speisefisch mit festem, weißem Fleisch und grätenfreien Filets. Youtube-Video
Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua)
Der Kaulbarsch ist leicht hochrückig, die Schnauze spitz und das Maul kleiner als das des Flußbarsches. Er besitz eine ungeteilte Rückenflosse, die vorne mit Stachelstrahlen ausgestattet ist. Der Rücken und die Flanken sind meist oliv- bis graugrün gefärbt und zeigen unregelmäßig verteilte dunkle Flecken. Der Kaulbarsch lebt in langsam fließenden Flüssen und Strömen bis ins Brackwasser (Kaulbarsch-Flunder-Region), kommt aber bis hinauf in die Barbenregion vor. Er lebt gesellig und schließt sich oft zu kleinen Schwärmen zusammen. Er hält sich überwiegend am Gewässergrund auf und ernährt sich von Insektenlarven, Kleinkrebsen und Würmern sowie Fischlaich. Damit ist er ein Nahrungskomkurrent des Flußbarsches, den er stellenweise verdrängt. Youtube-Video
Äsche (Thymallus thymallus)
Die Äsche erreicht normalerweise eine Länge von 30 bis 50cm und ein Gewicht von 500 bis 1500g. Besonders große (aber seltene) Fische werden bis zu 60cm lang und haben dann ein Gewicht von bis zu 3kg. Das Maul ist unterständig und die Maulspalte reicht nicht bis zum Auge. Besonderes Merkmal der Äsche ist die große Rückenflosse (Fahne), die beim Milchner weiter nach hinten ausgezogen ist. Sie wird beim Laichvorgang über den Rücken des Rogners gelegt und ist in der Laichzeit intensiver gefärbt. Die Körperseiten sind silbriggrau, am Rücken und hinter den Kiemendeckeln mit dunklen Punkten. Die Äsche stellt hohe Ansprüchen an die Wasserqualität. Äschengewässer sind kühl, klar und sauerstoffreich. Sie ist der Leitfisch und Namensgeber der Äschenregion. Im März bis Juni wird vom Weibchen eine Laichgrube in kiesigen Grund geschlagen, in welche die großen, bernsteinfarbenen Eier abgelegt werden. Zwischen den Kieseln verstecken sich die Äschenlarven, bis sie den Dottersack aufgebraucht haben. Youtube-Video
Bachforelle (Salmo trutta fario)
Die Bachforelle wird, abhängig vom Nahrungsangebot, 20 bis 80cm lang und erreicht ein Gewicht von 2kg. Der Rücken ist oliv-schwarzbraun, die Seiten silbrig-weiß. Bauchwärts sieht man die typischen roten Flecken mit weißem Rand. Die Bauchseite ist weiß-gelb. Bachforellen können bis zu 18 Jahre alt werden. Dieser Fisch besiedelt saubere, schnell fließende, kühle und sauerstoffreiche Gewässer mit sandigem oder kiesigem Grund. Er ist sehr standorttreu und nur zur Fortpflanzung wird das Revier verlassen. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und deren Larven, kleinen Fischen, kleinen Krebstieren und Schnecken. Kannibalismus wird oft beobachtet. Obwohl die Bachforelle ein schnell schwimmender Jäger ist, nimmt sie meist vorbeitreibende Beute auf. In der Zeit von Oktober bis Januar werden mehrere flache Laichgruben in steinigen Boden geschlagen, in die etwa 1000 bis 1500 rötliche Eier abgelegt werden. Nach 2 bis 4 Monaten schlüpfen die Larven. Youtube-Video
Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)
Die Regenbogenforelle stammt ursprünglich aus Nordamerika, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England als Speisefisch für den Königshof gezüchtet und ab 1882 auch in Württemberg teichwirtschaftlich gehalten. Später wurde sie als Angelfisch in freie Gewässer eingebürgert und gehört heute zum 'normalen' Fischbestand in vielen Bächen, Flüssen und stehenden Gewässern. Als Jungtiere leben die Regenbogenforellen in Schwärmen. Mit einem Gewicht von ca. 3kg werden sie Einzelgänger mit eigenem Revier. Die meisten Tiere werden nicht älter als 7 Jahre. Die Laichzeit erstreckt sich von Dezember bis Mai. Die Eier werden in eine vom Weibchen geschlagene Laichgrube abgelegt. Anschließend besamt das Männchen die Eier und das Weibchen deckt sie mit Sand und Kies zu. Bis der Dottersack aufgebrauch ist, verbleiben die Jungfische in der Nähe dieser Grube. Regenbogenforellen ernähren sich von Insekten, Würmern, Kaulquappen, kleinen Fischen und auch kleineren Artgenossen. Insekten jagen sie sowohl unter Wasser (Larven) als auch an der Wasseroberfläche. Wegen der geringeren Ansprüche an die Wasserqualität (Temperatur, Sauerstoffgehalt) spielt diese Forellenart in der Teichwirtschaft eine große Rolle. Die Regenbogenforelle ist ein sehr beliebter Speisefisch. Youtube-Video
Saibling (Bachsaibling - Salvelinus fontinalis)
Auch der Bachsaibling wurde aus Nordamerika eingeführt (1884). Die Durchschnittsgröße liegt in Europa selten über 35, maximal bei 55cm. Nur selten wird er über 1kg schwer. In ihrer Heimat werden die Fische bis zu 4kg schwer. Das Höchstalter beträgt 10 Jahre. Der Bachsaibling ist einer der schönsten und farbenprächtigsten Vertreter der Lachsartigen. Die Farben sind von Population zu Population unterschiedlich. Er hat eine typische Torpedoform und wie alle Salmoniden eine Fettflosse. Der Rücken ist braun gefärbt und oliv marmoriert. Auffällig sind die rot-orange gefärbten bauchseitigen Flossen mit ihrem weißen Rand. Der Bachsaibling ist ein Kieslaicher und lebt in kalten, sauerstoffreichen, fließenden und auch stehenden Gewässern (Gebirgsseen). Als Nahrung dienen ihm hauptsächlich Planktonkrebse und Bodenlebenwesen. Große Saiblinge ernähren sich auch von Fischen. Auch bei ihm wird Kannibalismus beobachtet. Eine Kreuzung zwischen Bachsaibling und Bachforelle wird Tigerforelle genannt (wegen der auffälligen goldgelben Fleckenzeichnung). Tigerforellen sind steril. Youtube-Video
Aland (Nerfling, Orfe - Leuciscus idus)
Der Aland hat einen gestreckten und seitlich abgeflachten Körper. Das Maul ist endständig. Im Unterschied zu dem ihm ähnendeln Döbel hat er kleinere Schuppen und eine nach innen gebogene Afterflosse. Der Rücken ist grau-bläulich gefärbt und die Flanken sind silbern. Die Flossen haben einen rötlichen Schimmer. Alande leben in der Brachsenregion der Flüsse sowie in Seen und bilden dort Schwärme. Als Jungfisch ernährt sich der Aland von Zooplankton, später von Insektenlarven, Schnecken, Muscheln und kleineren Fischen. Im März bis Mai wandern die Tiere in ruhige Flußbereiche um dort zu laichen. Alande werden durchschnittlich 30-50cm lang und 0,25 bis 2kg schwer. Selten gibt es Tiere mit 80cm Länge und 6kg Gewicht. Bei der Goldorfe handelt es sich um eine weißgolden bis orangerot glänzende Variation des Alands, die besonders zum Besatz von Teichen in Parks und Gärten gezüchtet wird.
Barbe (Barbus barbus)
Die Barbe hat einen langgestreckten Körper, der mit mittelgroßen Schuppen bedeckt ist; die Bauchlinie ist fast gerade und der Rücken nur leicht gewölbt. Typisch für den Fisch ist das rüsselartige, unterständige Maul mit seinen fleischigen Lippen und den vier dicken Barteln. Der Rücken ist braun oder grüngrau gefärbt, die Seiten heller, grünlich bis graugelb oder goldgelb schimmernd, der Bauch weißlich. Die Rückenflosse und der obere Teil der Schwanzflosse sind farblos oder grünlich, die anderen Flossen können rötlich sein. Die Durchschnittslänge beträgt 30 bis 50cm, ausnahmsweise wird die Barbe 1m lang. Die Barbe lebt gesellig und hält sich meist in starker Strömung in Bodennähe auf. Sie ernährt sich von Fischlaich, Insektenlarven, Muscheln, Schnecken und Würmern; aber auch pflanzliche Kost wird nicht verschmäht. Größere Barben jagen auch kleine Fische. In der Laichzeit (Mai bis Juli) wandern die Barben flußaufwärts. Die leicht klebrigen Eier werden an flachen, kiesigen Stellen abgelegt. Der Rogen der Barbe und das ihn umgebende Bauchfleisch sind leicht giftig.
Döbel (Eitel, Aitel - Leuciscus cephalus)
Auffällig beim Döbel ist der große Kopf mit dem endständigen und breiten Maul. Der Körper ist torpedoförmig und seitlich abgeflacht. Er ähnelt dem Aland, hat aber größere Schuppen als dieser. Die Schuppen haben eine dunkle Umrandung und ergeben so eine netzartige Zeichnung. Rücken und Seiten sind silbern bis golden, Bauch- und Brustflossen sind rötlich. Der Döbel lebt sowohl in stark strömenden Flüssen als auch in Seen und kleinen stehenden Gewässern. Obwohl er zu den Friedfischen zählt ist er ein Allesfresser. Seine Nahrung setzt sich aus Insekten, anderen Kleintieren und Pflanzen zusammen. Größere Exemplare jagen auch Fische und Amphibien. Zum Laichen sucht der Döbel in Schwärmen kiesige, in der Strömung liegende Laichplätze auf. Die Larven schlüpfen etwa 8 Tage nach der Eiablage.
Blei (Brachse, Brasse - Abramis brama)
Die seitlich sehr stark abgeflachten und hochrückigen Bleie werden 30 bis 50cm lang; in Ausnahmefällen auch 85cm und bis zu 8kg schwer. Sie werden bis zu 16 Jahre alt. Das Maul ist leicht unterständig und kann wie beim Karpfen rüsselartig nach vorn gestülpt werden. Der schwarze bis bleigraue Rücken glänzt oft grünlich, die Seiten glänzen metallisch, der Bauch ist weißlich mit Perlmuttlganz. Der Fisch ist stark mit Schleim bedeckt. Die Brustflossen sind mittelgrau, alle anderen dunkelgrau. Im Unterschied zum Güster reichen die angelegten Brustflossen bis zum Ansatz der Bauchflossen. Brachsen leben vor allem in den Unterläufen der Flüsse (Brachsenregion) und in Seen mit schlammigem Grund. Sie ernähren sich von Insektenlarven, Würmern, Muscheln und Schnecken. Aber auch Wasserpflanzen und Plankton werden gefressen. Vor allem in größeren Gewässern bilden die Tiere gerne Schwärme. Laichzeit ist April bis Juni. Bei massenhaftem Auftreten verbutten die Bestände.
Giebel (Silberkarausche - Carassius gibelio)
Die ursprüngliche Heimat des erst in jüngerer Zeit in Europa eingeschleppten Karpfenfisches ist Zentral- und Ostasien. Im Schnitt wird der Giebel 15 bis 40cm lang, es gibt aber auch größere Tiere mit bis zu 2kg Gewicht. Der silbrig glänzende Körper ist völlig beschuppt, hochrückig und seitlich abgeflacht. Das vorstülpbare Maul ist unterständig und besitzt keine Barteln. Eine Besonderheit gibt es bei der Fortpflanzung der Giebel: die Gynogenese: Die Eier der Giebel-Weibchen können auch ohne Befruchtung durch ein Männchen zu einem Jungfisch (genetisch mit der Mutter identisch - ein Klon) heranwachsen. Es reicht, wenn ein Spermium die Zellteilung anstößt, eine Befruchtung findet hierbei aber nicht statt. Es gibt rein weibliche regionale Bestände, z.B. im Neusiedler See im Burgenland. Youtube-Video
Güster (Blicke - Blicca bjoerkna)
Der Güster ähnelt im Habitus dem Blei, ist aber kleiner (15 bis 20cm, maximal 36cm) und als besonderes Merkmal haben seine Augen einen sehr großen Durchmesser. Auch sind die Ansätze der Brust- und Bauchflossen beim Güster rötlich. Sein Maul kann er nicht vorstülpen und die Afterflosse ist mit einem schwarzen Rand ausgestattet. Der Güster lebt in stehenden und schwach strömenden Gewässern im pflanzenreichen Uferbereich und bildet dort Schwärme.
Gründling (Gobio gobio)
Den Gründling findet man sowohl in fließenden Gewässern der Forellen-, Äschen- und Barbenregion als auch in stehenden Gewässern auf kiesigem oder sandigen Grund mit Pflanzenbewuchs. Der gesellig lebenden Karpfenfisch wird etwa 10cm, selten über 15cm lang. Der Gründling hat einen spindelförmigen, langgestreckten Körper und einen relativ großen Kopf; sein unterständiges Maul trägt zwei Barteln. Der Gründling laicht im Frühsommer bei Wassertemperaturen von 12-18°C. Mancherorts wird er trotz seiner geringen Körpergröße als Speisefisch geschätzt.
Hasel (Leuciscus leuciscus)
Der Hasel ist hauptsächlich in der Forellen- und Barbenregion der Flüsse anzutreffen. Aber auch in Fluß- und Stauseen, seltener in stehenden Gewässern ist er zu Hause. Der spindelförmige Körper ist leicht abgeflacht, die Länge beträgt selten mehr als 25cm. Das Maul ist leicht unterständig. Die Schwanzflosse ist eingekerbt, Rücken- und Afterflosse sind konkav. Der Rücken ist bläulich bis grünlich, die Seiten und der Bauch glänzen silbrig. Der Hasel bildet Schwärme, ist sehr scheu und ein schneller Schwimmer. Er ernährt sich von Wirbellosen, Larven, Algen, aber auch Anflugnahrung und Wasserpflanzen. Die Nahrungsaufnahme findet also in allen Wasserschichten statt. Die Laichzeit liegt im März/April bei Wassertemperaturen unter 10°C. Typische Laichplätze sind flache, schnell strömende Flußabschnitte. Der Hasel kann bis zu 16 Jahren alt werden.
Karausche (Schneiderkarpfen - Carassius carassius)
Die mit dem Giebel verwandte Karausche hat einen völlig mit großen Schuppen bedeckten hochrückigen Körper und ähnelt dem Karpfen. Sie träge aber keine Barteln. Die Oberseite ist bräunlich, die Flanken sind heller und die Unterseite hellgelb bis schmutzigweiß. Die Schwanzflosse ist geringfügig eingekerbt. Karauschen wachsen langsam, erreichen aber (selten) eine Länge von 64cm bei einem Gewicht von 3kg. Bevorzugt lebt die Karausche in flachen, stark bewachsenen Seen und Teichen. Sie ist selbst in kleinsten sauerstoffarmen, verschlammten Tümpeln zu finden, wo sie oft wegen des geringen Nahrungsangebots Kümmerformen bildet. Laichzeit ist Mai/Juni. Die Eier kleben an Pflanzen. Die Larven schlüpfen bereits nach 3 bis 7 Tagen.
Karpfen (Cyprinus carpio)
Die ursprüngliche Heimat des Karpfens ist Asien, nach Europa wurde er von den Römern gebracht. In unseren Breiten fand er im Mittelalter weite Verbreitung durch die Entwicklung der Teichkultur in Klöstern (Fisch zu essen ist während der Fastentage erlaubt). Weil Karpfen auch bei niedrigem Sauerstoffgehalt des Wassers gut gedeihen, sind sie für Haltung in Teichen bestens geeignet. Heute sind sie aber auch in Flüssen (bis zur Brackwasserregion), Baggerseen, Stauseen und Tümpeln anzutreffen. Karpfen werden sehr groß und schwer. Rekordfische erreichen annähernd 40kg und Längen über einen Meter. Es gibt verschiedene (Zucht-) Formen des Karpfens: Die Urform des Karpfens ist der Wildkarpfen. Sein Körper ist vollständig beschuppt, flach und spindelförmig. Der Schuppenkarpfen ist eine Zuchtform, die dem Wildkarpfen noch sehr ähnelt, aber hochrückiger als dieser ist. Der Kopf ist leicht abgesetzt. Der Zeilkarpfen ist gekennzeichnet durch eine Reihe annähernd gleich großer Schuppen entlang der Seitenlinie. Der Spiegelkarpfen besitzt wenige große, metallisch glänzende, unregelmäßig verteilte Schuppen an den Körperseiten. Oft verläuft von Kopf bis Schwanz eine durchgehende Reihe von Schuppen, auch der Schwanzstiel ist meist beschuppt. Der Spiegelkarpfen ist hochrückig. Der Leder- oder Nacktkarpfen hat keine oder nur ganz wenige, unregelmäßig verteilte Schuppen. Die Koikarpfen sind bunte Zuchtkarpfen aus Japan. Es gibt eine Vielzahl von Formen des Koi, die viele japanische Typbezeichnungen tragen. Youtube-Video Allen diesen Karpfen ist der abgeflachte Körper und zwei Paar Barteln am vorstülpbaren Maul gemeinsam. Die Laichzeit erstreckt sich von Mai bis Juli bei Wassertemperaturen über 17°C. In flachen, warmen, pflanzenreichen Gewässerabschnitten werden pro Rogner rund 15 Mio Eier abgelegt, die an Pflanzen haften. In unseren Breiten überlebt die Brut aber oft den ersten Winter nicht, weshalb Karpfen immer wieder neu besetzt werden müssen. Youtube-Video
Marmorkarpfen (Hypophthalmichthys nobilis)
Wie der Graskarpfen stammt der Marmorkarpfen aus China und wurde zum Zweck der Abgrasung verkrauteter Gewässer bei uns eingeführt. Allerdings stellte man später fest, daß der Marmorkarpfen hierzu nicht geeignet ist, weil er sich hauptsächlich von Zooplankton ernährt. Er ähnelt sehr dem Silberkarpfen (s.u.), unterscheidet sich von ihm aber durch die zwischen Bauch- und Afterflosse nach unten gebogene Seitenlinie. Seine Augen stehen auffällig tief aber noch über der Maulspalte. Das Maul ist oberständig. In einheimischen Gewässern erreicht er eine Länge von 150cm bei Gewichten bis 50kg. Auch dieser in kleinen Schwärmen lebende Fisch kann sich in unseren Breiten nicht auf natürliche Art fortpflanzen.
Graskarpfen (Weißer Amur - Ctenopharyngodon idella)
Der Graskarpfen stammt aus China und wurde, wie der Silber- und Marmorkarpfen, in den 60er Jahren in vielen Gewässern Europas und Amerikas zur Pflanzenbekämpfung (v.a. in stark verkrauteten Gewässern mit Kühlwassereinleitung von Kraftwerken) eingesetzt. Die optimale Wassertemperatur für den Graskarpfen liegt zwischen 22°C und 26°C, aber er verträgt auch tiefere Temperaturen, was eine Ansiedlung in unseren Gewässern ermöglicht hat. Der langgestreckte Körper ist am Rücken dunkelgrün gefärbt. Die Flanken sind heller und der Bauch weißlich. Die maximale Länge beträgt etwa 120cm. Das Maul ist leicht unterständig und hat keine Barteln. Aufgrund der benötigten hohen Wassertemperaturen vermehrt er sich in unseren Gewässern kaum und kommt nur dort vor, wo er vom Menschen eingesetzt wurde. Youtube-Video
Silberkarpfen (Silberamur - Hypophthalmichthys molitrix)
Auch der Silberkarpfen wurde in den 60er Jahren in unsere Gewässer eingesetzt um zu starken Pflanzenwuchs zu bekämpfen. Er sieht dem Marmorkarpfen ähnlich, seine Seitenlinie ist aber nicht so stark gebogen. Das Maul ist oberständig, die Augen liegen unterhalb der Kopfmitte. Die Rückenpartie ist grünlichgrau gefärbt, die Seiten silbrig. Der Silberkarpfen erreicht eine Länge von etwa 1 Meter. Die Silberkarpfen haben die Erwartung, das Wachstum von Planktonalgen in stark eutrophierten Gewässern einzudämmen, nicht erfüllt. Die Auswirkungen auf die Wasserqualität sind nur sehr gering.
Plötze (Rotauge - Rutilus rutilus)
Der Körper der Pötze ist hochrückig, die Oberseite grünlich, die Seiten silbrig glänzend, der Bauch weiß. Augen und Flossen sind rot. Längen bis 45cm bei einem Gewicht von 1,5kg werden erreicht. Das Rotauge wird oft mit einer verwandten Art, der Rotfeder (s.u.) verwechselt. Die Unterschiede: Beim Rotauge befinden sich Bauch- und Rückenflosse auf gleicher Höhe und sie hat ein endständiges Maul. Die Rotfeder hat ein oberständiges Maul und die Bauchflosse steht etwas vor der Rückenflosse. Beim Rotauge findet man zwischen der Bauch- und Afterflosse eine gerundete Bauchkante, bei der Rotfeder ist sie gekielt. Außerdem hat das Rotauge wirklich rote Augen im Gegensatz zur Rotfeder, bei der die Augen goldgelb sind. Die Plötze stellt keine hohen Ansprüche an die Wasserqualität und kommt in fast ganz Europa als gesellig lebender Schwarmfisch vor. Sie bevorzugt mit Pflanzen bewachsene Uferbereiche der stehenden und Fließgewässer. Ihre Nahrung besteht aus Wasserpflanzen, Algen und hauptsächlich verschiedenen Kleintieren (Plankton, Würmer, Insekten, -larven, kleinen Schnecken und Muscheln). Laichzeit ist April/Mai. Männchen haben dabei einen Laichausschlag.
Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)
Die Durchschnittsgröße der Rotfeder beträgt 20-30cm bei einem Gewicht von 250-300g. Fische von 50cm Länge und 3kg Gewicht sind bekannt. Sie hat einen seitlich abgeflachten, hochrückigen Körper. Die Oberseite ist grau- bis blaugrün gefärbt, die Seiten glänzen messingfarben und der Bauch silbern. Rücken- und Afterflosse sind orange bis rot, der Ansatz eher grau. Zur Verwechslung mit der Plötze siehe oben. Oft gibt es natürliche Kreuzungen mit Plötzen, Bleien und Alanden (kapitale Fische sind oft Hybriden). Die Rotfeder lebt in Schwärmen in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Flache und pflanzenreiche Bereiche sind dort ihre bevorzugten Standorte. Die Nahrung setzt sich aus Wasserpflanzen, Algen und Wirbellosen zusammen. Rotfedern leichen von April bis Juli an flachen, bewachsenen Uferstellen.
Rapfen (Schied - Aspius aspius)
Der Körper des bis zu 120cm langen Rapfens ist typisch stromlinienförmig. Das Maul ist groß, oberständig und reicht bis unter das Auge. Die Oberseite ist olivgrün, die Seiten silbrig und der Bauch weiß gefärbt. Der untere Teil der Schwanzflosse sowie Brust-, Bauch- und Afterflossen sind orange. Junge Fische sind Friedfische. Mit zunehmdem Alter ernährt sich der Rapfen immer mehr von Fischen und ist somit der einzige Karpfenartige, der sich ausschließlich räuberisch ernährt. Rapfen laichen an schnellströmenden Stellen bei Wassertemperaturen von 5°C bis 10°C. Die Milchner können dabei einen Laichausschlag entwickeln. Youtube-Video
Schleie (Schlei - Tinca tinca)
Die typische Körperlänge der Schleie beträgt 20 bis 40cm, es sind aber schon Exemplare mit 70cm Lange bei einem Gewicht von 10kg gefangen worden. Sie hält sich gerne im ufernahen Pflanzengürtel langsam fließender und stehender Gewässer auf. Die Grundfarbe ist ein dunkles Olivgrün. Der Bauch ist gelblich gefärbt. Typisch sind der hohe Schwanzstiel und die gerade abschließende Schwanzflosse. Die mit kleinen Rundschuppen bedeckte Haut ist schleimig. Die Schleie kann im Winter in eine Kälte- und im Sommer in eine Hitzestarre fallen. In beiden Fällen ist der Stoffwechsel des Fisches extrem erniedrigt. Dies ermöglicht der Schleie, bei extremen Bedingungen (Sauerstoffmangel) zu überleben und sich z.B. in kleinen Tümpeln aufzuhalten. Schleien laichen in der Zeit von April bis Juni bei Wassertemperaturen von mindestens 18°C. Vom Rogner werden dabei bis zu 300000 Eier abgelegt. Die Nahrung besteht in der Hauptsache aus Kleinlebewesen, aber auch aus Schnecken und Algen. Schleien neigen zur Verbuttung. Bei einer Länge von ca. 15cm sind sie dann geschlechtsreif und wachsen nicht mehr weiter. Youtube-Video
Quappe (Rutte, Trüsche, Aalrutte, Aalquappe - Lota Lota)
Die Quappe ist der einzige im Süßwasser lebende Dorschartige. Maximal bekannte Länge ist 1,5m, maximales Gewicht 34kg. Der Durchschnitt liegt bei 40cm. Der Köperquerschnitt ist vorne rund und wird nach hinter seitlich immer abgeflachter. Typisch ist die braune bis schwarze Marmorierung auf gelber, hellbrauner oder brauner Grundfarbe. Der Bauch ist deutlich heller. Der Rücken trägt zwei Flossen, von denen die erste kurz, die zweite wesentlich länger ist und bis zur Schwanzflosse reicht. Die Bauchflossen sind kehlständig, also vor den Brustflossen angeordnet. Das leicht unterständige Maul der Quappe ist breit und trägt wie bei allen Dorschen einen einzelnen Bartfaden. Zwei kurze Barteln befinden sich noch hinter den vorderen Nasenlöchern. In manchen Seen lebt die Quappe in Tiefen bis zu 700m. Sie ist zwischen dem 40. und 70. Breitengrad zu finden. Sie ist ein typischer Grundfisch. Junge Quappen ernähren sich von Wirbellosen, mit zunehmender Größe fressen sie hauptsächlich Fische. Die Quappe ist im Gegensatz zu den meisten Fischen unserer Heimat im Winter viel aktiver als in der warmen Jahreszeit. Während der Laichzeit von November bis März suchen die Quappen flaches Wasser oder die Oberläufe der Flüsse auf. Beim Laichen bilden die Tiere kugelförmige Schwärme und versuchen in deren Mitte zu gelangen, wo sie die Eier bzw. die Milch absetzen. Brutpflege wird nicht betrieben. In den ersten vier Jahren wachsen die Fische sehr schnell, danach zunehmend langsamer. Youtube-Video
Wels (Europäischer Wels, Waller, Flußwels - Silurus glanis)
Der Wels ist der größte Süßwasserfisch Europas. Sein langer Körper mit dem großen, breiten Kopf hat eine schleimige, völlig unbeschuppte Haut. Der Querschnitt ist bis zum After rund, dann seitlich abgeflacht. Am Oberkiefer trägt er ein Paar langer, beweglicher Barteln. Zwei kürzere, unbewegliche Bartfäden befinden sich am Kinn. Die Augen sind im Verhältnis zum Körper sehr klein. Das endständige Maul ist besonders bei älteren Tieren sehr breit. Typisch sind der lange Flossensaum hinter den Bauchflossen und die kleine kleine Rückenflosse. Eine Fettlosse ist im Unterschied zu den meisten anderen Welsen nicht vorhanden. Die Färbung ist unterschiedlich und immer dem Untergrund angepaßt. Die Flanken sind oft marmoriert. Die Angaben über maximale Größe und Gewichte schwanken erheblich und reichen bis zu Längen über 5m und Gewichten bis 150kg. Sicher ist, daß der Wels etwa 100 Jahre alt werden kann. Die Laichzeit ist abhängig von der Wassertemperatur und beginnt erst bei Temperaturen von 17°C bis 18°C. Der Milchner schlägt eine Laichgrube in Ufernähe in 40 bis 60cm Wassertiefe und polstert diese mit Pflanzenmaterial aus. Er stößt den Rogner mit seinem Maul gegen den Bauch bis dieser die Eier ablegt und befruchtet sie dann. Welse wurden in den letzten Jahrzehnten in viele Gewässer eingesetzt, in denen sie ursprünglich nicht beheimatet waren. Das hatte z.T. schwerwiegende Folgen für den natürlichen Fischbestand dieser Gewässer. Aus diesem Grund wurden Schonzeiten und -maße für Welse in vielen Gewässern drastisch reduziert. Youtube-Video Alle Beschreibungen enthalten nur Angaben zu Erscheinungsbild, Fortpflanzung, Ernährung, Lebensweise usw. Auf Angaben zu Köderwahl, günstigen Fangorten und -zeiten etc. wurde bewußt verzichtet, weil die Meinungen hierzu oft sehr auseinandergehen und wir keine weiteren Meinungen hinzufügen möchten. Alle Bilder stammen aus dem freien Internetlexikon Wikipedia (durch Linksklick auf ein Bild gelangt man zur Ursprungseite desselben; Lizenz: http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html). Auch die Texte sind oft an die Texte aus dieser Enzyklopädie angelehnt. Wichtiger Hinweis: Aland, Barbe, Quappe und Rapfen sind in Thüringen ganzjährig geschont. Siehe auch Thüringer Fischereiverordnung (ThürFischVO).
Barsch (Flußbarsch, Kretzer - Perca fluviatilis)
Typisch für den Barsch sind seine geteilte Rückenflosse, die rote Färbung der Brust- und Bauchflossen, sowie ein Streifenmuster aus 6-8 senkrechten Streifen. Auch die hintere Rückenflosse ist beim Barsch mit spitzen Stachelstrahlen (Hartstrahlen) ausgestattet. Auf den Häuten zwischen den Flossenstrahlen befinden sich häufig vereinzelte schwarze Flecken verschiedener Größe. Der Barsch wächst meist langsam (es sind auch schnellwüchsige Polulationen bekannt, je nach Nahrungsangebot). Die größten Vertreter seine Art erreichen über 70cm Länge und werden 3,5kg schwer. Die durchschnittliche Länge beträgt etwa 20cm. Der Barsch stellt keine besonderen Anforderungen an sein Wohngewässer. Er lebt in Flüssen bis an die Oberläufe, in Seen und Weihern. Auch im Brackwasser der Ostsee ist er anzutreffen. Junge Barsche leben in Schwärmen und ernähren sich von Zooplankton. Später werden die Tiere meist zu räuberisch lebenden Einzelgängern. Bei hoher Bestandsdichte reicht die Nahrung oft nicht aus und die Barschpolulation verbuttet. Youtube-Video |